Der Kreisverband der Imker im neuen Landkreis Günzburg

Vor rund drei Jahrzehnten schlossen sich die Kreisverbände Günzburg und Krumbach zusammen.

Nach der Landkreisreform in Bayern schlossen sich am 1. Juli 1972 die Landkreise Günzburg und Krumbach zu einem großen Landkreis mit dem Namen Günzburg zusammen.
Es war nur folgerichtig, dass auch die Verbände und Vereine ihre Struktur anglichen. Fast zwei Jahre später, am 6. Okt. 1974, trafen sich in Offingen die Vorstandsmitglieder und Ortsvereinsvorsitzenden aus den alten Landkreisen Krumbach und Günzburg in Offingen und wählten unter Leitung des damaligen Bezirksvorsitzenden, Herrn Kastner, die erste gemeinsame Vorstandschaft des neuen Kreisverbandes der Imker im neu errichteten großen Landkreis Günzburg.

Die Vorstandschaft sah wie folgt aus:

Erster Vorsitzender: 
Zweiter Vorsitzender:
Dritter Vors. und Sachverwalter:
Kassier:
Schriftführer: 
Pressewart: 
Zuchtobmänner: 

Gesundheitswarte:

Erich Lankow aus Günzburg
Herbert Mayer aus Krumbach
Stefan Mayer aus Niederraunau
Karl Ley aus Rieden
Theodor Huggenberger aus Niederraunau
Sebastian Rupprecht aus Burgau
Herr Enzler aus Thannhausen
Karl Dir aus Reisensburg
Cölestin Kempter aus Günzburg
Franz Haugg aus Krumbach

Der neue Kreisverband startete lt. Rundschreiben des 1. Vors. Erich Lankow mit 450 Mitgliedern, die in 27 Ortsverbänden zusammengeschlossen  5108 Bienenvölker betreuten.

Parallel zur politischen Gebietsreform schlossen sich die ganz kleinen Vereine nach und nach zu größeren Gebilden zusammen. 1979 gab es nur noch 14 Ortsvereine; sie hatten insgesamt 349 Mitglieder, die zusammen 5751 Bienenvölker bewirtschafteten.

Jeweils im Frühjahr fanden Schwerpunktveranstaltungen im Norden und im Süden des Landkreises statt, im Herbst, am Sonntag nach Erntedank, traf sich der gesamte Kreisverband zur „ großen Kreisversammlung“ in wechselnden Orten, beispielsweise in Kemnat, Billenhausen und Balzhausen  mit aktuellen Themen und bekannten Referenten.

Am 27. Juni 1976 fand in Ichenhausen der Nordschwäbische Imkertag statt. Hauptredner war Dr. Weiß aus Erlangen. Es gab eine Ausstellung zum Thema „Heilwerte aus dem Bienenvolk“ und zwei Arbeitskreise zu den Themen „Bienenkrankheiten“ und „Bienenweide“. Zahlreiche Besucher und auch die politische Prominenz wurden von dem Allgemeinnutzen der Bienen überzeugt.

Im Jahr 1978 übernahm für zwei Jahre der ehemalige Krumbacher Kreisvorsitzende Herbert Mayer den Kreisvorsitz.

Von 1980 bis 1986 leitete  Anton Lehle mit großem Einsatz den Kreisverband.
In seine Amtszeit fiel die Ausrichtung des Nordschwäbischen Imkertages zusammen mit der Hundert- Jahr-Feier des Imkervereins Thannhausen am 8. April 1984 in Ursberg. Das Programm enthielt einen würdigen Festgottesdienst, Filmvorführungen im Theatersaal, Ausstellungen und Verkaufsstände unter den Kastanien des Biergartens, einen Festvortrag zum Thema „Ökologie“, Beiträge der geladenen Politikern u. a. m.. Die vielen Besucher der gelungenen Veranstaltung hatten im großen Saal des Bräuhauses nicht Platz.
Von 1980 bis 1998 blieb der Bräuhaussaal in Ursberg Tagungsort für die jährliche große Kreisversammlung, die stets mit anerkannten Referenten 150 bis 200 Imker und Gäste anzog.

Ende des Jahres 1986 übergab  Anton Lehle nach der Vorstandswahl im Kreislehrgarten in Krumbach die Geschicke des Kreisverbandes an Alfred Walch aus Krumbach.
In seine Amtszeit fiel die Ausrichtung des „Ersten Schwäbischen Imkertages“ in Ursberg am  6. Sept. 1992. Gab es bis 1991 jeweils zwei Imkertage in Schwaben (Allgäu und Nordschwaben), so be- schränkte man sich ab 1992 auf ein gemeinsames Imkertreffen in ganz Schwaben. Neben einem ansprechenden Rahmenprogramm, Ausstellungen und Verkaufsständen rückte die Gefahr der „Varroa“ in den Mittelpunkt des Tages. Kompetenter Festredner war Dr. Dietrich Mautz aus Erlangen. Weitere Höhepunkte der Amtszeit von Alfred Walch waren der "Tag der Waldameisen" am 2. und 3. Juli 1988 in Krumbach mit Herrn Hirth und Herrn  Ruppertshofen, sowie der Bayerische Honigtag am 2. Oktober 1994 mit Referaten von Frau Hildegard Bergen zum Thema „Die Bedeutung des heimischen Honigs für unsere Gesundheit“ und von Josef Herold zum Thema: „Hat die Imkerei noch eine Zukunft?“
Die Referate und auch das Rahmenprogramm, z. B. die Ausstellung von Dipl. Ing. Hans Gollwitzer fanden großen Anklang bei den zahlreichen Besuchern.

Im Jahr 1997 trat  Wilfried Baerlecken die Nachfolge von  Alfred Walch an.
Mit viel Elan und Phantasie lenkt er zusammen mit seiner Vorstandschaft bis heute den Kreisverband Günzburg. Unter seiner Leitung wurde die Kreisversammlung von Ursberg nach Oberwiesenbach verlegt, wo die akustischen Voraussetzungen v. a. für ältere Besucher besser sind. Er beteiligte sich u.a. mit seinen Helfern an der Umweltwoche des Landkreises vom 22. bis 27.03. in Günzburg, an der „Schwäbischen Grünen Woche“ vom 28. Sept. bis 3. Okt. 2001 im Krumbad und jedes Jahr am „Tag der Offenen Tür des Kreislehrgartens“ in Krumbach. Hervorzuheben sind die jährlichen sehr beliebten Imkerausflüge.
Mit seiner Fähigkeit, die Vereinsmitglieder zur Zusammenarbeit, zu Kameradschaft und immer wieder zu neuen Ideen zu begeistern, fördert er eine aktive Gemeinschaft, die trotz allen Widrigkeiten den Bienen treu bleibt.